CIM Chronicle
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Begriff und Ziel
Der CIM ist eine internationale kirchliche Arbeitsgruppe, die sich für die liturgische Bildung jener Laien einsetzt, die liturgische Dienste entsprechend der "Institutio Generalis Missalis Romani" Nr. 65-72 und dem Motu Proprio "Ministeria Quaedam" vollziehen.
Er bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch über die liturgische Ausbildung und Praxis in den verschiedenen Ländern.
Er fördert Kontakte und veranstaltet Sudientagungen zur Koordinierung und Intensivierung der liturgischen Aus- und Fortbildung.
Am Anfang des CIM stand eine Idee, welche geboren wurde in den Köpfen und Herzen zweier Männer, Chanoine Rudolf Hoornaert aus Brügge und Kaplan Walter Hermann aus Düsseldorf. Es gab eine vorbereitende Begegnung im November 1959. Vom 14. bis 16. November 1960 kam es in Altenberg bei Köln zur Gründung des "Coetus Internationalis Ministrantium" (CIM).
Gründungsmitglieder waren: Die Kanoniker Hoornaert und Zanoni, Kaplan Hermann, John Marriott, Pater von den Berg, Pfarrer Reiter, die Schwestern von Brügge und Prälat Mühlbacher. Einer von ihnen lebt noch: Prälat Mühlbacher aus Rottenburg (Deutschland).
Ab l96l wurde die Gruppe immer größer: bei der Tagung in Brügge kam Chanoine Rabau von Mechelen und Pater de Urquiri von Madrid hinzu und im November 1961 in Altenberg Msgr. Balboni, Michel Fauque und Pater Leber aus Paris. Es kam zu einem Austausch von internationalen Ministrantenzeitschriften; man plante einen monat-lichen Gebetstag zur Weckung von Priesterberufen.
1962 kam es zur ersten internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom, mit einer unvergeßlichen Audienz bei Papst Johannes XXIII.
In den Konzilsjahren 1962 bis 1965 erarbeitete man im CIM Programme für die biblische, liturgische und aszetische Bildung der einzelnen Altersstufen. Es zeigte sich, daß das mit viel Mühe erarbei-tete Zeremoniale revidiert werden mußte.
Von jenem Zeitpunkt an war es das besondere Verdienst von Msgr. Dante Balboni, die Kontakte mit vatikanischen Stellen zu vertiefen. Leider gab es in jener Zeit ein frustrierendes Tauziehen um die Frage, welche römische Kongregation zuständig sei für den CIM.
Am 27.1.1967 erhielt der CIM zum ersten Mal die kirchenamtliche Anerkennung "ad experimentum" für drei Jahre. Im selben Jahr gab es eine zweite Rom-Fahrt mit mehr als 4.000 Teilnehmern. Nun begann eine Periode, in der wir uns vor allem mit der Natur des liturgischen Laiendienstes befaßten. Die Studientagung in Morschach (Schweiz) behandelte dieses Thema. Es ging um die Frage von Ministranten-"Hierarchie" oder Dienst entsprechend der persön-lichen Gaben. Es ging um den Dienst des Lektors. Es ging um den Dienst der Frauen in der Liturgie.
Aber während wir Grundsatzfragen diskutierten, fand in vielen Ländern Europas ein stiller Exodus der Ministranten vom Altar statt. Liturgische Reformatoren glaubten, auf den Ministranten ganz verzichten zu können, denn das Volk Gottes brauche keine Mittler zwischen Altar und Volk. Man verzichtete auf Kultgeräte wie Weihrauch und Weihwasser. Die liturgische Kleidung galt als überholt, denn damit verhülle man das Laiengewand, Kennzeichen des allgemeinen Priestertums. Von heute aus gesehen war die sogenannte liturgische Erneuerung nach dem Konzil eine Art liturgische "Kulturrevolution", deren Folgen heute noch nicht ganz überwunden sind.
1970 gab es wieder eine Romfahrt, die dritte, mit ca. 3.000 Teilnehmern. In diesem Jahr war der CIM wieder einmal an einem Punkt angelangt, wo man sich fragte, ob es einen Sinn habe, weiterzuarbeiten. Man entschloß sich dazu. Die Zeitschrift "INFORM CIM" kam heraus. Ein Handbuch der Ministrantenbildung wurde geplant.





